Andreas Koch
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Kompetenz-Zentrum
Erneuerbare Energie-Systeme Thurgau

«Etwas festigen, das funktioniert.»

5. September 2013

Der Zeitpunkt ist glücklich gewählt: Am Tag, an dem der Bundesrat seine «Energiestrategie 2050» präsentiert, unterzeichnet der Kanton Thurgau eine neue Leistungsvereinbarung mit einem Verein, der Unternehmen in verschiedenen Energiefragen unterstützt.

Läuft die Maschine während der Betriebsferien, verbraucht sie Strom. Das kostet Geld. Andreas Koch ist Stromfressern und unnötigem Stromverbrauch auf der Spur. Er ist Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Erneuerbare Energiesysteme Thurgau (Keest). Dieser Verein hilft Unternehmen, ihre Energieeffizienz zu steigern und damit Kosten zu sparen. «Zehn Prozent sind bei jedem Unternehmen drin», sagt Andreas Koch, «oder meistens auch mehr.» Auch prüft das Keest, ob sich eine alternative Energieversorgung lohnt. Etwa bei der Zur Rose AG in Frauenfeld. Dort fand gestern auch eine Medieninformation statt. «Unsere Dächer eignen sich womöglich für eine Photovoltaikanlage», sagte CEO Walter Oberhänsli. Ob dem so ist, prüft das Keest.

«Ein Freudentag»
Der Thurgau hat sich – neben weiteren energiepolitischen Zielen – die Steigerung der Energieeffizienz auf die Kantonsfahne geschrieben. Regierungsrat Kaspar Schläpfer hat auch deshalb gestern die Leistungsvereinbarung mit dem Keest für weitere fünf Jahre verlängert. Die erste läuft Ende Jahr aus. Jährlich erhält der Verein nun 200 000 Franken für seine Dienstleistungen für regionale Unternehmen. Kaspar Schläpfer sagte: «Heute ist ein Freudentag, wir festigen etwas, das gut funktioniert.»

Im ganzen Thurgau tätig
War der Keest in den Anfängen nur im Raum Hinterthurgau tätig, ist er seit 2011 im ganzen Thurgau präsent. Und hat auch seinen Tätigkeitsbereich ausgeweitet. Der Verein soll beispielsweise neue Technologien und Prozesse für hiesige Unternehmen verfügbar machen – Stichwort Technologietransfer. Auch vermittelt der Verein Thurgauer Unternehmen Förderangebote: Er zeigt ihnen auf, wie sie zu Fördergeld bei Kanton und Bund kommen. Die Vernetzung ist eine weitere Aufgabe, die Organisation von Veranstaltungen eine weitere. Andreas Koch sieht noch genügend Arbeit für das Keest: Im Kanton gebe es rund 1000 bis 1200 kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Diese können vom Keest ihre Unternehmen durchleuchten lassen. Das soll zutage fördern, wo Energie gespart werden kann. Koch sagte, die Kosten dafür machten sich bezahlt. Bisher haben über 50 Unternehmen Dienstleistungen genutzt. Peter Schütz, neuer Keest-Präsident, betonte, dass der Verein keine privatwirtschaftlichen Unternehmen konkurrenziere. Er arbeite vielmehr mit diesen zusammen.

www.thurgauerzeitung.ch


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